Wie kam ich zur Diabetiker-Selbsthilfegruppe


Wie kam ich dazu? Wenn ich das in eine Geschichte verpacken soll, wird das ein Buch. Allerdings gibt es davon schon genug. Trotzdem erlebt jeder seinen Diabetes anders. Besonders merke ich das, wenn wir in der Gruppe einfach nur plaudern. Erzählen möchte ich aber nur von meinen Erlebnissen.
Nach dem ganzen Gefühls-Karussell nach der Diagnose Diabetes und intensiver Suche nach Hilfe sah ich in der NÖN ein kleines Inserat: „Wir gründen eine Selbsthilfegruppe für Diabetiker“. Mit gemischten Gefühlen fuhr ich nach Horn. In dem Stüberl des Wirtes saßen ca. 20 Personen. Jeder hat sich vorgestellt und kurz seine Probleme erzählt. Es war ein guter Abend. Die Leiterin für Niederösterreich wusste sehr interessant über den gefürchteten Zucker zu sprechen. Das nächste Treffen wurde besprochen, danach haben sich die Ersten verabschiedet und sind gegangen. Genau das wollte ich auch tun. Eine der anwesenden Krankenschwestern bat mich, noch ein wenig zu bleiben. Ich war sehr erstaunt. Was will die von mir? Ich bin mir sehr sicher, dass ich weder zu viel noch besonders klug gesprochen habe. Die Leiterin für NÖ Frau Traude Kappler bat mich, die Gruppe zu übernehmen. Nach einiger Diskussion habe ich JA gesagt. Was mein Mann dazu sagte, werde ich hier nicht festhalten. Das war ein Donnerstag. Am Samstag war die erste Ganztagsschulung. Ich habe nichts verstanden. (Da gab es Hypos und Hypers und Fit-Therapie und Basis und Polus und BE und I.E. und, und …..) Ein paar Tage später ging es weiter, die ersten Vertreter für Blutzuckermessgeräte kamen und erklärten mir die Funktionen. Die Prospekte und Infoblätter wurden immer mehr. Dann kam der erste Abend an dem ich alleine vor meiner Gruppe stand und die Leute begrüßen und was G`scheites sagen sollte, den Vortragenden vorstellen und was halt alles dazu gehört. Meine Knie waren noch nie so weich. Inzwischen sind wir seit 5 Jahren beisammen. Wir, das sind ungefähr 20 Personen, einmal mehr und einmal weniger.
Nach Rücksprache mit Frau Traude Kappler hab ich inzwischen die Gruppe Hollabrunn und die Gruppe Mistelbach organisiert und auch sehr gute Gruppenleiter gefunden. Heute bin ich sehr dankbar für die Einladung zur Gruppenleiterin und alles was ich dadurch gelernt habe. Ich hätte meinen Diabetes sicher nicht so gut im Griff ohne diese Schulungen.



Ehepaar Schichta

Angela Schichta

ist Gruppenleiterin

der SHG Horn